Kurz gesagt
Microtech Büro+ ERP hat eine GraphQL-API, die lesen und schreiben kann. Damit gibt es drei Wege, Arbeit im Vertriebsinnendienst an eine KI abzugeben.
Ein KI-Assistent per MCP ist in Stunden angeschlossen, sieht aber alles, was der angebundene Benutzer sieht, und prüft nichts, bevor er bucht.
Eine Eigenentwicklung passt genau auf Ihren Prozess, dauert Monate und bleibt dauerhaft in Ihrer Pflege.
Eine Standardlösung wie Workist bringt geprüfte Anwendungsfälle mit, begrenzt den Datenzugriff auf den Prozess und ist nach wenigen Wochen produktiv.
Bei täglich wiederkehrenden Belegen im Innendienst führt der dritte Weg am schnellsten zum Ergebnis.
Ein Auftrag kommt als PDF im Postfach an. Jemand im Innendienst öffnet ihn, sucht die Adresse, gleicht die Artikelnummern ab, legt den Vorgang an. Zwei bis fünf Minuten, je nachdem, wie viele Positionen drinstehen. Bei hundert Aufträgen am Tag ist das eine Stelle, die den ganzen Tag nichts anderes tut. Und das ist nur einer von vielen Prozessen im Vertriebsinnendienst, die sich heute mit KI automatisieren lassen.
Seit Microtech Büro+ ERP eine GraphQL-API hat, lässt sich viel von dieser Arbeit an eine KI abgeben. Offen ist nur, wie. Es gibt drei Möglichkeiten, und sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Prüfung zwischen KI und ERP steht und wer dafür die Verantwortung trägt.
Die GraphQL-API ist die Grundlage für KI in Microtech Büro+ ERP
Microtech Büro+ ERP lässt sich über seine GraphQL-API von außen lesen und beschreiben, und genau das ist die Voraussetzung für jede Form von KI-Automatisierung. Adressen, Artikel, Vorgänge und offene Posten lassen sich abfragen, anlegen, ändern und buchen.
Dazu kommt das Model Context Protocol, kurz MCP, der Standard, über den KI-Assistenten wie Claude mit einem ERP sprechen. Microtech hat auf GitHub offene Anleitungen dafür veröffentlicht, sogenannte Skills, die einem Assistenten erklären, wie Büro+ aufgebaut ist und wie ein Vorgang entsteht.
Eines gilt für alle drei Möglichkeiten: Daten gehen an eine KI. Der Unterschied liegt darin, welche Daten das sind, wer das kontrolliert und was passiert, bevor etwas gebucht wird.
Drei Möglichkeiten der KI-Automatisierung im Vergleich
Die drei Wege unterscheiden sich in drei Punkten: wie lange es bis zur Produktivsetzung dauert, wie viel Ihrer Daten die KI sieht und ob vor dem Buchen jemand prüft.
| Kriterium | KI-Assistent per GraphQL-API | Eigenentwicklung | Standardlösung wie Workist |
|---|---|---|---|
| Was Sie tun | anschließen, kein Code | eigene Software bauen und betreiben | anbinden, Freigaberegeln festlegen |
| Bis produktiv | Stunden bis Tage | Monate | wenige Wochen |
| Datenzugriff | alles, was der angebundene Benutzer sieht | frei definierbar, selbst abzusichern | begrenzt auf den Prozess |
| Prüfung vor der Buchung | keine | wenn Sie sie bauen | bei jedem Fall, Freigabe einstellbar |
| Flexibilität für Sonderfälle | hoch | nur, was programmiert ist | hoch, über WorKI |
| Laufende Pflege | gering, Ergebnisse schwanken | vollständig bei Ihnen | beim Anbieter |
| Passt für | sehr kleine Firmen, Auswertungen | Prozesse, die kein Anbieter abbildet | Innendienst mit wiederkehrender Arbeit |
Möglichkeit 1: Einen KI-Assistenten direkt per GraphQL-API anschließen
Ein KI-Assistent am ERP ist in Stunden bis Tagen angeschlossen und eignet sich für Auswertungen, nicht für Prozesse.
Sie verbinden einen Assistenten wie Claude über MCP mit der GraphQL-API von Microtech Büro+ ERP und stellen Ihrem ERP Fragen in normaler Sprache. Welche Kunden haben im August viel bestellt und in diesem Monat noch nichts? Die Antwort kommt aus den echten Daten. Wenn das zum ersten Mal läuft, ist es beeindruckend.
Der Haken: Der Assistent darf alles, was der angebundene Benutzer darf, und er entscheidet selbst, welche Daten er für eine Antwort abruft. Wer ihn bedient, sieht Konditionen, Zahlungsverhalten und Vorgänge aller Kunden, ohne sich je im ERP anzumelden. Schreibt er einen Vorgang, prüft niemand vorher, ob die Artikelnummer stimmt. Bei einer Abfrage am Tag ist das egal. Bei hundert Aufträgen nicht.
Für einen Fünf-Personen-Betrieb, in dem der Inhaber ohnehin alle Zahlen kennt, ist das ein gutes Werkzeug. Ein Weg, einen Prozess zu automatisieren, ist es nicht.
Möglichkeit 2: Die Eigenentwicklung
Eine Eigenentwicklung lohnt sich, wenn Ihr Prozess so bei keinem Anbieter existiert. Sie kostet Monate bis zur Produktivsetzung und bleibt danach dauerhaft in Ihrer Pflege.
Ihre Entwickler bauen auf der GraphQL-API eine eigene Anwendung, genau auf Ihren Prozess zugeschnitten. Das ist richtig, wenn Ihr Prozess wirklich einzigartig ist. Wer so einen hat, weiß es meistens.
Unterschätzt wird selten die Anbindung, sondern alles danach. Bestellungen kommen in hundert Layouts, Artikelbezeichnungen müssen zu Artikelnummern werden, die zehn Prozent Sonderfälle fressen achtzig Prozent der Zeit. Und was Sie gebaut haben, pflegen Sie: neue KI-Modelle, neue Kundenformulare, der Entwickler, der es kennt, geht. Für die Auftragserfassung heißt das, ein gelöstes Problem ein zweites Mal zu lösen.
Möglichkeit 3: Eine Standardlösung für den Vertriebsinnendienst
Eine Standardlösung bringt geprüfte Anwendungsfälle für Microtech Büro+ ERP bereits mit und ist nach wenigen Wochen produktiv, weil Anbindung und Prüflogik vorhanden sind.
Workist ist offizieller Microtech Partner und verbindet sich über dieselbe GraphQL-API, lesend und schreibend, ohne Anpassungen an Ihrem System.
Was Sie bekommen, sind geprüfte Anwendungsfälle, die bei über 200 Unternehmen laufen. Der Order Agent liest Bestellungen und Preisanfragen, prüft sie gegen Ihre Stammdaten und legt Aufträge oder Angebote an. Der Inbox Agent beantwortet Kundenanfragen aus dem Postfach heraus. Der Voice Agent nimmt Bestellungen am Telefon an. Jeder Fall hat eine Prüfung vor der Buchung: Was eindeutig ist, läuft durch. Was nicht, geht zur Freigabe an einen Menschen.
Und daneben steht WorKI, der KI-Assistent in Workist. Er beantwortet Fragen zu Ihren Daten und übernimmt im Chat, was in keinen Standardfall passt: eine Rückfrage an den Kunden formulieren, Stammdaten nachpflegen, einen Sonderfall klären. Dieselbe Flexibilität wie bei Möglichkeit 1, aber innerhalb der Zugriffsrechte, die Sie für Workist festgelegt haben, und mit einem Protokoll, wer was gemacht hat.
Das ist der Grund, warum die meisten Firmen hier landen. Die Standardfälle laufen geprüft und ohne Ihr Zutun, und für alles andere gibt es einen Assistenten, der Ihr ERP kennt. Der Datenschutz ist dabei am einfachsten abbildbar: Workist ist Auftragsverarbeiter mit Vertrag, der Zugriff ist auf den Innendienst begrenzt, jeder Schritt ist dokumentiert.
Welcher Weg passt zu Ihnen?
Wenn Sie bis zehn Leute sind, ohnehin alle alles sehen und am Tag eine Handvoll Belege eingeht, schließen Sie einen KI-Assistenten an.
Wenn Ihr Prozess so nirgends existiert, Sie eigene Entwickler haben und bereit sind, das auf Jahre zu pflegen, bauen Sie selbst.
Wenn in Ihrem Innendienst täglich Bestellungen, Anfragen und Anrufe anfallen, nehmen Sie eine Standardlösung. Sie bekommen die geprüften Fälle sofort und den flexiblen Assistenten dazu, ohne dafür einen Generalschlüssel aus der Hand zu geben.
Welche konkreten Werkzeuge für diesen Weg in Frage kommen, zeigt unser Vergleich von fünf KI-Tools für Microtech Büro+ ERP.
Häufige Fragen zu KI in Microtech Büro+ ERP
Muss Büro+ in der Cloud laufen, damit eine KI darauf zugreifen kann?
Nein. Die GraphQL-API funktioniert auf Ihrem eigenen Server genauso wie in einer privaten Cloud. Workist verbindet sich in beiden Fällen gleich.
Kann eine KI über die GraphQL-API auch schreiben?
Ja. Adressen anlegen, Vorgänge buchen, Datensätze ändern, alles ist möglich. Was ein Zugang darf, legen Sie in Microtech Büro+ ERP fest. Der Unterschied zwischen den drei Möglichkeiten liegt darin, ob vor dem Schreiben jemand prüft.
Welche Prozesse lassen sich in Microtech Büro+ ERP mit Workist automatisieren?
Aufträge und Angebote aus E-Mails und PDFs anlegen, Preis- und Verfügbarkeitsanfragen beantworten, Bestellungen am Telefon annehmen, dazu Ad-hoc-Aufgaben über WorKI wie Rückfragen und Stammdatenpflege. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite zur KI-Plattform für Microtech Büro+.
Was unterscheidet WorKI von einem KI-Assistenten, den ich direkt an die GraphQL-API hänge?
Die Grenzen. WorKI arbeitet mit denselben Stammdaten und Zugriffsrechten wie die Standard-Agenten, kennt Ihre Artikel und Kunden und protokolliert, was er tut. Ein direkt angeschlossener Assistent sieht alles, was der angebundene Benutzer sieht, und niemand prüft, was er schreibt.
Gehen bei Workist Daten an eine KI?
Ja, wie bei jeder KI-Lösung. Der Unterschied: Workist bekommt nur die Daten, die der Innendienst-Prozess braucht, ist als Auftragsverarbeiter vertraglich gebunden und nach SOC 2 Type 2 zertifiziert. Kundendaten werden nicht zum Training öffentlicher Modelle verwendet.
Braucht Workist Anpassungen an meinem Microtech Büro+ ERP?
Nein. Die Anbindung läuft über die GraphQL-API, ohne Middleware und ohne Eingriff in Ihren Mandanten. Sie richten einen Zugang für Workist ein, mehr nicht.
Wie lange dauert die Anbindung an Microtech Büro+ ERP?
Wenige Wochen. Die Anbindung ist Standard, den größten Teil der Zeit brauchen Ihre Stammdaten und die Abstimmung, welche Fälle automatisch durchlaufen dürfen.
Was kostet eine Eigenentwicklung wirklich?
Die Anbindung ist der kleinere Teil. Den Aufwand verursachen Belegerkennung, Stammdatenabgleich, Sonderfälle und die dauerhafte Pflege, sobald sich Kundenformulare oder KI-Modelle ändern.
Lassen sich die drei Möglichkeiten kombinieren?
Ja. Wer Workist einsetzt, braucht für den Innendienst allerdings keinen zweiten Assistenten mehr, weil WorKI die Ad-hoc-Fälle übernimmt. Ein direkt angeschlossener Assistent bleibt sinnvoll für Auswertungen der Geschäftsführung.
Jetzt weiterlesen: Die KI-Plattform für den Vertrieb mit Microtech Büro+.



